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London war seit jeher ein Anziehungspunkt für viele Bevölkerungsschichten. Seit der Gründung der Stadt stieg die Einwohnerzahl stetig. Die Grosse Pest von 1665 dezimierte die Bevölkerung Londons um 69.000 Menschen und am 2. September 1666 zerstörte der Grosse Brand von London fast zwei Drittel der Stadt. Sir Christopher Wren war verantwortlich für den Wiederaufbau zahlreicher Gebäude und Kirchen, darunter die Saint Paul's Cathedral. Die Zerstörung der Wohnhäuser in der Stadt bewog viele ehemalige Bewohner dazu, sich ausserhalb der Stadtmauern niederzulassen. Dies führte zur Bildung von zahlreichen Vorstädten. Die meisten Aristokraten kehrten ebenfalls nicht mehr in die Stadt zurück und errichteten stattdessen im West End repräsentative Wohnhäuser. Nach dem Edikt von Fontainebleau im Jahr 1685 flohen viele französische Hugenotten nach London.

Im 19. Jahrhundert war London die grösste Stadt der Welt und die Hauptstadt des weltumspannenden British Empire. Innerhalb von hundert Jahren wuchs die Bevölkerungszahl von 1 Million auf 6 Millionen. London war zu dieser Zeit die politisch und wirtschaftlich mächtigste Stadt der Welt. Allerdings war die Stadt während der viktorianischen Zeit (benannt nach Königin Victoria) auch eine Stadt der extremen Armut. Millionen von Menschen mussten in überbevölkerten und unhygienischen Slums leben.Der Schriftsteller Charles Dickens beschrieb diese Zustände in zahlreichen Romanen wie z.B. Oliver Twist.

Das rasante Bevölkerungswachstum führte um 1850 zu starker Umweltbelastung. Abwässer wurden direkt in die Themse gepumpt; da das Trinkwasser hauptsächlich aus dem Fluss stammte, brachen Choleraepidemien und andere Krankheiten aus. Der Fluss stank buchstäblich zum Himmel und wurde bald nur noch The Great Stink (der grosse Gestank) genannt. Die Vorhänge des Palace of Westminster mussten mit Zitronensaft gereinigt werden, um wenigstens für die Parlamentsabgeordneten erträgliche Arbeitsbedingungen zu schaffen. Schliesslich bewilligte das Parlament den Bau eines riesigen Abwassersystems und beauftragte 1855 die Metropolitan Board of Works mit der Durchführung der Arbeiten. Zum Oberingenieur wurde Joseph Bazalgette ernannt. Er leitete das wohl grösste zivile Bauvorhaben des gesamten 19. Jahrhunderts; unter seiner Leitung entstanden 2100 km Tunnels und Wasserleitungen. Nach Beendigung der Arbeiten war das Abwasserproblem gelöst und die Londoner hatten endlich sauberes Trinkwasser. Es brachen keine Epidemien mehr aus und die Sterberate in London sank rapide. Bazalgettes Abwassersystem ist noch heute in Betrieb.

London wurde das Ziel von jüdischen und irischen Einwanderern. Die Juden profitierten von den Vorzügen der liberalen Gesellschaft und dem Wegfall von Handelsbeschränkungen, währenddessen die Iren vor der grossen irischen Hungersnot flüchteten. Während einiger Zeit waren über 20 % der Bevölkerung Londons Iren. 1889 wurde die County of London gegründet, ein Zusammenschluss Londons mit seinen inneren Vororten. Im 19. Jahrhundert wurden viele bedeutende Bauten errichtet, darunter der Trafalgar Square, Big Ben, der Westminster-Palast, die Royal Albert Hall, das Victoria and Albert Museum, die Tower Bridge und die Universität von London (1860).

Das Bevölkerungsmaximum wurde 1939 mit 8,6 Millionen erreicht. Nach dem Krieg wurden viele Londoner dazu ermuntert, sich in neu gebauten Satellitenstädten (New Towns) niederzulassen.Aufgrund dieser Entwicklung sank die Bevölkerungszahl auf etwa 7 Millionen. Mit rigiden Planungsvorschriften wurde erreicht, dass das überbaute Gebiet sich nicht weiter ausdehnte. Neue Siedlungen dürfen seither nur noch jenseits des Green Belt errichtet werden, einem etwa 5 bis 10 km breiten Grüngürtel rund um das überbaute Stadtgebiet. Schon häufig hatte London große Probleme mit der Luftverschmutzung zu bewältigen. Der Begriff Smog wurde Anfangs des 20. Jahrhunderts dort geprägt. Im Dezember 1952 kam es zu einer Smog-Katastrophe, an der mehrere Tausend Menschen starben.

Heute stammen etwa 10 % der Bevölkerung vom indischen Subkontinent und etwa 5 % aus der Karibik, 1 % sind chinesischer Abstammung. 1,6 Millionen Einwohner sind Muslime.

Insgesamt wurden 25 % der Bevölkerung ausserhalb der Europäischen Union geboren. Das Ballungsgebiet von London dehnt sich über das eigentliche Stadtgebiet von Greater London hinaus und zählt 12,6 Millionen Einwohner. Dies sind mehr als in Schottland, Wales und Nordirland zusammen. London ist damit der zweitgrösste Ballungsraum Europas und einer der grössten in der Welt.

Nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über das Bevölkerungswachstum von London. Bis 1750 handelt es sich um Schätzungen, von 1801 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung.

 

 

Jahr

Einwohner

50

7.500

140

30.000

200

50.000

300

15.000

400

4.500

500

500

700

5.000

900

5.000

1000

10.000

1100

15.000

1180

40.000

1300

100.000

1350

50.000

1500

125.000

1600

200.000

1650

375.000

1700

575.000

1750

675.000

1801

1.096.784

1811

1.303.564

Jahr

Einwohner

1821

1.573.210

1831

1.878.229

1841

2.207.653

1851

2.651.939

1861

3.188.485

1871

3.840.595

1881

4.713.441

1891

5.571.968

1901

6.506.889

1911

7.160.441

1921

7.386.755

1931

8.110.358

1939

8.615.050

1951

8.196.807

1961

7.992.443

1971

7.368.693

1981

6.608.598

1991

6.679.699

2001

7.172.036

2005

7.421.209

 

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